Grenzen und Möglichkeiten von Responsive Ads im Google Displaynetzwerk

Grenzen und Möglichkeiten von Responsive Ads im Google Displaynetzwerk

Seit einiger Zeit gibt es bei Google AdWords die Möglichkeit, Responsive Ads in Ergänzung zu den Text Ads zu verwenden.

Dabei handelt es sich um flexibel geschaltete Anzeigen, die sich der verfügbaren Werbefläche der Website und somit individuell an das verwendete Endgerät des Users anpassen. Der Begriff Responsive ist seit dem hohen Zuwachs von mobiler Internetnutzung bei Werbetreibenden nicht nur ein Buzzword, sondern ein Muss. Websites müssen auch auf dem Smartphone von unterwegs eine hervorragende Usability bieten und dem Nutzer die gewünschten Informationen schnell und ansprechend darstellen.

Größe und Format der Responsive Ads passen sich automatisch an die Werbefläche an, der bisherige Zeitaufwand für extra erstellte Anzeigen entfällt. Außerdem lassen sich Responsive Ads auch in ein natives Format umwandeln, bei dem sie besonders gut mit der Website des Publishers harmonieren.

Mit Responsive Ads geht Google nun auch im Displaynetzwerk den richtigen Weg, der für eine nutzerfreundliche, zielgruppengerechte und erfolgsorientierte Schaltung von Anzeigen nötig ist.

Aufbau von Responsive Ads

Die Ads sind ähnlich wie konventionelle Ads aufgebaut. Sie bestehen aus einer Überschrift, die 25 Zeichen lang sein sollte, einem Anzeigentitel und der Beschreibung. Letztere besteht aus mindestens 90 Zeichen. Insgesamt hat der Werbetreibende ein Zeichenkontingent von 205 zur Verfügung. Selbstverständlich dürfen das Produktbild und das firmeninterne Logo nicht fehlen.

Unterschied zu klassischen Displayanzeigen

In der Regel werden unterschiedliche Formate von Werbeanzeigen im Google Displaynetzwerk hinterlegt. Wenn ein Werbeplatz frei wird, zu dem eines der Formate passt, kann das Werbebanner dort platziert und geschaltet werden.

Jetzt muss nur noch eine dynamische Responsive Ad hinterlegt werden, die variabel für jeden Werbeplatz eingesetzt werden kann. Möglich machen das die im Editor (Interface) hinterlegten Bild-Assets und Kurztexte. Eine einzige Anzeigenerstellung ersetzt so nun die vorher unzähligen Formate und die vormals aufwendige Grafikerstellung komplett. Für Advertiser ergibt sich dadurch eine hohe Zeit- und Kostenersparnis.

Vorteile von Responsive Ads – Zusammenfassung

  • Schnelles und einfaches Erstellen
  • Hohe Dynamik und Wandlungsfähigkeit
  • Ideale Anpassung an alle Gerätetypen und Displaygrößen
  • Hohe Zeitersparnis und daraus resultierende Kostensenkung
  • Kein aufwändiges Erstellen von unterschiedlichen Grafikformaten
  • Erhöhte Sichtbarkeit und gesteigerte Ausspielrate
  • Sowohl für Display- als auch für Remarketing-Kampagnen einsetzbar
  • Hohe Performance

Erstellen einer Responsive Ad

In dem AdWords Konto können Responsive Ads ganz einfach durch das Hinzufügen einer Anzeige ausgewählt werden. Im Bereich Anzeigengruppe werden die Bilder für die Responsive Ads definiert und bearbeitet werden. Dabei stellt Google sogar eine eigene Stockphoto-Datenbank zur Verfügung, deren Fotos kostenlos verwendet werden können. Je nach Format gibt Google Empfehlungen für die ideale Größe der Bilder an.

Im nächsten Schritt werden jeweils ein kurzer und ein langer Anzeigentitel, die Beschreibung, die URL und der Name des Unternehmens ergänzt. Optional können erweiterte URL-Funktionen mit benutzerdefinierten Parametern und ein Werbetext inklusive Preispräfix hinzugefügt werden.

Im Bereich „Weitere Optionen“ wird anschließend der Text für die Call-to-Action für die jeweilige Anzeigengruppe festgelegt. Er kann aus einer Formatvorlage gewählt oder automatisiert gesteuert definiert werden. Je nach Anzeigenformat kann es allerdings dazu kommen, dass Teile der Anzeige nicht sichtbar sind. Die Responsive Ads können deshalb auch ohne Bilder ausgeliefert werden – dennoch wird dabei die Reichweite der Anzeigen erhöht.

Fazit

Um Nutzer auf allen Endgeräten zu erreichen, stellen Responsive Ads eine kostengünstige und zeitsparende Methode dar. Im Unterschied zu konventionellen Werbebannern lassen sie sich flexibel dem Werbeplatz anpassen und können so eine große Reichweite erreichen. Leider kann das tatsächliche Design der Responsive Ads kaum kontrolliert werden. Einige Inhalte werden dabei nur zum Teil dargestellt. Dennoch sind Responsive Ads ein weiterer Schritt Richtung idealer Optimierung und Anpassung an mobile Geräte und die vermehrte Nutzung von Smartphones und Co. Ein ausführliches und detailliertes Testing ist aber für Werbetreibende in jeder Hinsicht obligatorisch. Nur so kann der Erfolg einer AdWords-Kampagne analysiert und kontrolliert werden.

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