Targeting: Wie relevante Werbung schaffen?

Targeting: Wie relevante Werbung schaffen?

Wahllos gestreute Werbeanzeigen sind weder im Sinn von Kunden noch effizient für Advertiser. Um die Relevanz für die Zielgruppe deutlich herauszustellen, bedarf es einer detaillierten Targeting-Strategie. Denn relevante Werbung funktioniert wesentlich besser und erreicht den potenziellen Kunden nicht nur zur richtigen Zeit, sondern bietet ihm das Stillen eines Grundbedürfnisses: Die eigenen Wünsche zu befriedigen. Mit den richtigen Lösungsansätzen und Methoden zum Targeting ist es gar nicht so schwierig, die Zielgruppe erfolgreich anzusprechen.

Was ist Targeting?

Targeting ist die exakte Ansprache von Zielgruppen per Online-Marketing – vor allem über Suchmaschinenwerbung und Display-Marketing bei Google. Zielgruppen sollten je Kampagne so eingegrenzt werden, dass Streuverluste optimal vermieden werden und jedes Werbemittel ideal zu dem Kunden passt, der es zu sehen bekommt. Es gibt viele unterschiedliche Techniken, die Zielgruppen eingrenzen können.

Arten von Targeting

  • Technisches Targeting: Das technische Umfeld der Nutzer steht bei der Methode im Vordergrund. Faktoren wie die verwendete Software und eingesetzte Hardware der Kunden rücken in den Mittelpunkt. So werden zum Beispiel bestimmte Werbeanzeigen nur der Zielgruppe angezeigt, die an einem Desktop-PC surfen. Auch Geo-Targeting gehört zu den technischen Targeting Methoden. Der Standort des Nutzers, der durch Provider-Daten, GPS und IP-Adresse ermittelt wird, ermöglicht es, gezielt zielgruppenorientierte Werbeeinblendungen auszuspielen.
  • Keyword Targeting: Die Suchanfragen von Nutzern im Netz sind ebenfalls eine relevante Option zur Zielgruppeneinengung. Dabei wird die verwendete Suchmaschine berücksichtigt. Der eingesetzte Ad Server reagiert immer dann, sobald ein Nutzer das Keyword in die Suchmaske eingibt und spielt passende Anzeigen aus. Die relevanten Keywords zu der Werbekampagne müssen im Vorfeld jedoch bestimmt werden.
  • >Soziodemografisches Targeting: An die wissenschaftliche Disziplin Soziografie angelehnt werden bei der Art des Targetings Daten zu Geschlecht, Alter, Familienstand, der Nutzer erhoben. Soziografische Merkmale beeinflussen das Suchverhalten der User und zeigen deren Interessen auf. So können Produkte speziell der spezifischen Zielgruppe angeboten und Marketing-Kampagnen daran ausgerichtet optimiert werden.

  • Kontext Targeting: Beim Kontext- (oder auch Contextual-) Targeting werden auch Keywords als Referenz für die Zielgruppeneinengung verwendet. Allerdings sind nicht die Nutzersignale ausschlaggebend, sondern der Inhalt der entsprechenden Zielseite. So werden beispielsweise Werbebanner mit dem vorab festgelegten Keyword „Handtaschen“ auf Webseiten angezeigt, die zum Kontext des Keywords passen. Weibliche User, die dann einen Artikel zum Thema Handtaschen-Trends lesen, sehen die entsprechende Werbeanzeige. Beim Kontext Targeting kann es jedoch geschehen, dass auch bei negativen Keywords Anzeigen eingeblendet werden. Bei sensiblen Inhalten können dann pietätlose Fehlplatzierungen auftreten: Eine Anzeige Motorradhelme wäre im Zusammenhang mit einem schwerwiegendem Verkehrsunfall, bei dem ein Motorradfahrer involviert ist, nicht angemessen.
  • Retargeting: Retargeting ist eine hervorragende Möglichkeit, Kunden an Produkte zu erinnern, für die sie sich einmal interessiert haben. Sobald ein Nutzer eine Werbeanzeige angeklickt oder einen Artikel in den Warenkorb gelegt hat und den Kaufprozess nicht abschließt, werden ihm die Produkte erneut auf unterschiedlichen Werbemitteln vorgeschlagen. Bei Google AdWords können spezielle Retargeting-Kampagnen angelegt werden, deren Ziele exakt definiert werden können. Neben Google AdWords gibt es auch Facebook als großen Anbieter für Retargeting Anzeigen. Retargeting wird meist über Cookies realisiert. Neuere Methoden wie die Retargeting Lists for Search Ads bieten eine noch genauere Ansprache der Zielgruppe.

Fazit

Das Targeting ist der Grundstein für das Kennenlernen der eigenen Zielgruppe. Mithilfe der unterschiedlichen Targeting-Methoden ist es Werbetreibenden möglich, die potenziellen Kunden besser anzusprechen, die eigene Reichweite zu erhöhen und dabei Streuverluste zu vermeiden. Erst wenn die Kenntnisse über die anvisierte Zielgruppe in ausreichendem Maße bekannt sind, kann eine zielgerichtete Werbekampagne den gewünschten Erfolg bringen. Zudem verbessert sich die Effizienz des Werbebudgets und der vorab festgelegte Werbeplan bringt den gewünschten ROI.

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Textanzeigen werden im Suchnetzwerk ober- und unterhalb der Google-Suchergebnisse angezeigt. Sie gelten als die einfachsten Onlineanzeigen in AdWords und bestehen aus einem Anzeigetitel, der angezeigten URL und einer Beschreibung.
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Mit der neuen AdWords-Oberfläche hat Google mehrere Veränderungen vorgenommen. Eine davon ist ein allgemeines Website-Tag für Website-Conversions und Remarketing, welches seit Oktober 2017 verfügbar ist.