Textanzeigen – Wie sie nutzerfreundlich erstellt werden

Textanzeigen – Wie sie nutzerfreundlich erstellt werden

Textanzeigen werden im Suchnetzwerk ober- und unterhalb der Google-Suchergebnisse angezeigt. Sie gelten als die einfachsten Onlineanzeigen in AdWords und bestehen aus drei Komponenten: einem Anzeigentitel, einer angezeigten URL und einer Beschreibung (Abb. 2). So einfach die Zusammensetzung dieser Werbeform klingt, sie hat mit der richtigen Erstellung und dem optimalen Aussteuern, großes Potenzial die Nutzer zielgerichtet abzuholen. Hier gibt es einige Hinweise zum Aufbau und der Vorgehensweise, eine gute Anzeige zu erstellen:

Abb. 1

Der Anzeigentitel

Dieser besteht aus zwei ausführbaren Anzeigentiteln und sollte innerhalb der insgesamt 60 möglichen Zeichen die Keywords beinhalten, auf die die Suchanfrage des Nutzers letztlich abzielt (Achtung: Hier ist das Suchvolumen zuvor zu prüfen). Denn das erste, was der Nutzer liest, ist der Titel. Er sollte so präzise und seinem gesuchten Begriff so ähnlich wie nur möglich sein. Der Nutzer fühlt sich verstanden, wenn Suchbegriff und Titel nahezu 100% übereinstimmen. Die Wahrscheinlichkeit ist dann sehr hoch, dass die Anzeige geklickt wird. Mit einem dynamischen Text können die Anzeigen auch an einzelne Nutzer angepasst werden. Aber auch mit dem zweiten Teil des Anzeigentitels können unschlüssige Nutzer abgeholt werden. Hier empfiehlt es sich, eine Call-to-Action einzupflegen, die durch die Handlungsaufforderung den Klick auf die Anzeige auslöst und auf die Landingpage verweist: „Jetzt bestellen“, „Hier informieren“ oder „Jetzt Angebote ansehen“.

Die URL

Weiterhin spielt die angezeigte URL eine ebenso wichtige Rolle, denn sie besteht aus der Domain der finalen URL und einem eigens gewählten Text, der in den beiden optionalen Pfadfeldern mit jeweils 15 Zeichen zusätzlich eingetragen werden kann. Diese Felder sollen dem Nutzer eine klare Vorstellung vermitteln, auf welcher Webseite er nach dem Klicken der Anzeige landet. Hier muss die Sprache nicht mit der der angezeigten URL übereinstimmen, jedoch sollten diese Textfelder bestenfalls die hinterlegten Suchbegriffe beinhalten, um eine höhere Übereinstimmung von Nutzerinteresse und Anzeige zu erzeugen.

Die Beschreibung

Hier können bestimmte Informationen zu Produkten oder Dienstleistungen in bis zu 80 Zeichen genauer ausgeführt werden. Es kann sinnvoll sein, den gesuchten Begriff noch einmal zu erwähnen, um sowohl die Passgenauigkeit von Anzeige und Keyword (Verbesserung Qualitätsfaktor) als auch die Suchanfrage des Nutzers zu bestätigen. Wenn nicht schon im zweiten Teil des Anzeigentitels ein Call-to-Action eingepflegt wurde, so ist dieser hier nahezu verpflichtend, um den Nutzer zur Handlung aufzufordern.

Abb. 2

Zusätze, die sich lohnen - Anzeigenerweiterungen

Eine Zusatzfunktion, mit deren Hilfe die Anzeigen noch zielgerichteter und nutzerfreundlicher erstellt werden können, stellen die Anzeigenerweiterungen dar. Hier können zusätzliche Informationen über das Unternehmen, die Website, die jeweiligen Angebote etc. erstellt werden. Wichtig ist, dass die relevantesten genutzt werden sollten, da nicht jede Erweiterung zu jedem Geschäftsmodell passt.

Überblick der Anzeigenerweiterungen

  • Sitelinks: Mit sogenannten Sitelinks kann auf separate Themen, Artikel oder Informationen verwiesen werden. So können hier URLs hinterlegt werden, die auf eigens gewählte Landingpages verwiesen.
  • Standorterweiterungen: Diese werden auf Kontoebene hinzugefügt und zeigen direkt die Adresse eines lokalen Geschäfts an.
  • Anruferweiterung: Hier wird der Anzeige eine Telefonnummer hinzugefügt. Diese Funktion lässt sich mit oder ohne Call-Tracking implementieren, wobei für die Option mit Tracking eine Nummer von Google bereitgestellt wird.
  • App-Erweiterung: Diese Erweiterung führt den Nutzer direkt zum App-Store. Insbesondere für mobile Anzeigen ist dies sehr sinnvoll.
  • Rezensionserweiterung: Das Kundenfeedback wird direkt in der Anzeige angezeigt.
  • Call-outs stellen die Erweiterungen mit Zusatzinformationen dar. Hier bietet es sich an, die Alleinstellungsmerkmale zu hinterlegen, wie beispielsweise: „Schnelle Lieferung“, „100% BIO“ oder „Limited Editions“.
  • Snippet-Erweiterung: Mit Snippets lassen sich einzelne Merkmale der Produkte oder Dienstleistungen hervorheben. Man kann hier die Diversität der Website darstellen und beispielsweise namenhafte Marken, Modelle oder vorhandene Typen von Artikeln aufzählen.
  • Preiserweiterungen: Diese zeigt die Preise von einzelnen Produkten oder Dienstleistungen direkt in der Anzeige an.
  • Nachrichtenerweiterung: Nutzer auf Mobilgeräten können über diese Erweiterung eine vorgefertigte SMS an den Werbetreibenden senden, um beispielsweise Informationen anzufordern.

Formulierung

Letztendlich können Textanzeigen, solange der Ton zum Unternehmen passt, auch mutig, frech und offensiv formuliert werden. Im A/B-Testing, das mindestens zwei verschiedene Textanzeigen beinhalten sollte und deren Anzeigen zudem leistungsunabhängig geschalten werden, können die Texte nach einiger Zeit durch Abänderungen optimiert werden.

Mobile Anzeigen

Suchanfragen über mobile Endgeräte verzeichnen seit einigen Jahren einen immensen Zuwachs und werden auch zukünftig weiter ansteigen. Daher ist es wichtig, dass die AdWords-Anzeigen (Abb. 3) ebenso optimal auf den Mobile-Bereich ausgerichtet werden. Die Einrichtung solcher Anzeigen erfolgt nach dem gleichen Prinzip wie die Erstellung von Desktop-Anzeigen. Erstellt man eine Kampagne, so werden die Anzeigentexte automatische auf den unterschiedlichen Geräten (Desktop, Tablet und Smartphone) ausgespielt. Es kann jedoch sein, dass die erstellte Anzeige eventuell nicht immer den gesamten Text enthält und in gekürzter Fassung ausgespielt wird.

Abb. 3

In diesem Format besteht zudem die Möglichkeit, auf separate mobile Landingpages zu verlinken. In diesem Fall empfiehlt sich die Integration des mobilen Links:

Zusätzlich können folgende Anzeigenerweiterungen eingerichtet werden:

  • Sitelink-Erweiterungen,
  • Standorterweiterungen,
  • Erweiterungen mit Zusatzinformationen,
  • Snippet-Erweiterungen und/oder
  • App-Erweiterung (falls vorhanden).

Mit diesen Erweiterungen wird nicht nur dem Suchenden eine gezielte Anzeige angeboten, die Anzeigenerweiterungen werden zudem in die Berechnung des Anzeigenranges einbezogen. Die Anzeige erzielt also mithilfe der Erweiterungen nicht nur eine höhere Relevanz, sondern auch bessere Anzeigenpositionen.

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Der Qualitätsfaktor ist ein wichtiger Bestandteil für den Anzeigenrang und sollte daher regelmäßig geprüft werden. Google misst die Qualität Ihrer Website und die der Keywords, mit denen die Anzeige im Display- und Suchnetzwerk verknüpft ist.
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