Layer Ads

Layer Ads, dt. Schicht-Anzeigen, sind Werbemittel, die eine geöffnete Webseite überdecken und den darauf befindlichen Content verdecken. Welche Vor- und Nachteile Layer Ads aufweisen und wie sie funktionieren, haben wir nachfolgend übersichtlich zusammengefasst.

Wie funktionieren Layer Ads?

Sobald die Website geladen wird, die der Besucher aufgerufen hat und eigentlich besuchen möchte, wird das Layer Ad angezeigt und überdeckt die eigentlich besuchte Seite. Technisch werden Layer Ads mit DHTML, JavaScript, CSS oder Adobe Flash umgesetzt. Der „Trick“ bei Layer Ads: im Gegensatz zu Popups werden sie nicht in einem separaten Fenster geöffnet, sondern innerhalb der Website.

Die technischen Umsetzungen sind unterschiedlich und gliedern sich in fünf Formen von Layer Ads.

  • Mouse-Over-Banner: Das Layer Ad vergrößert sich, sobald der Besucher mit seiner Mouse darüberfährt.
  • Sticky-Ad: Das Layer Ad verbleibt auf dem Bildschirm, auch wenn der Besucher nach unten scrollt.
  • Spotlight-Layer: Der Rest der Website wird verdunkelt und das Layer Ad besonders hell hervorgehoben.
  • Hybrid-Ad: Klickt der Besucher das Layer Ad weg, erscheint automatisch ein Pop-up Fenster. Meist geschieht das im Hintergrund und das Popup enthält Inhalte des Werbetreibenden.
  • Floating-Ad: Der Besucher kann das Layer Ad frei mit seiner Mouse bewegen.

Vorteile von Layer Ads

Obwohl Layer Ads im Online-Marketing umstritten und einiger Kritik ausgesetzt sind, bieten sie im Bereich Online-Werbung dennoch einige Vorteile.

Im Gegensatz zu Werbebannern und Pop-up Fenstern können Layer Ads nicht durch Werbeblocker geblockt werden. Der Besucher einer Website ist gezwungen das Layer Ad anzusehen. Es kommen also deutlich mehr Views zustande. Außerdem weisen Layer Ads sehr hohe CTR (Click Through Rates) auf.

Layer Ads benötigen keinen Platz auf der Website selbst, da sie diese überblenden und nicht im Layout der Website untergebracht werden müssen. So stören sie auch das Design der Website nicht. Technisch lassen sie sich meist mit einer einzigen Codezeile in die Webseite einbauen. Layer Ads sind also auch für Laien relativ einfach integrierbar.

Die Vergütung für Layer Ads basiert meist auf sogenannten Sichtkontakten. Bezahlt wird in der Regel, wenn das Layer Ad für drei Sekunden eingeblendet wurde. Im Gegensatz dazu wird bei Werbebannern und Pop-ups erst bezahlt, wenn der Nutzer sie tatsächlich angeklickt hat.

Nachteile von Layer Ads

Der wohl größte Nachteil ist das negative Empfinden seitens der Websitebesucher. Viele Besucher fühlen sich belästigt und meiden im schlimmsten Fall die Website. Da Layer Ads sehr häufig mit Tricks ausgestattet sind, lassen Sie sich oftmals nicht einfach wegklicken.

Eine beliebte Möglichkeit ist das Fehlen des „Schließen-Buttons“. Das Layer Ad bleibt für drei bis fünf Sekunden geöffnet und kann nicht weggeklickt werden. Eine weitere Möglichkeit ist das Verstecken des Buttons, sodass Nutzer erst lange suchen müssen.

Layer Ads im Online-Marketing

Grundsätzlich sollten die Vor- und Nachteile von Layer Ads genau bedacht werden, wenn diese Werbemöglichkeit im Online-Marketing genutzt werden soll. Fairerweise sollte die Schließen-Schaltfläche deutlich sichtbar eingeblendet werden, sodass der Besucher selbst entscheiden kann, ob er dem Layer Ad weitere Aufmerksamkeit schenkt oder nicht.